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Multimodale Kurzzeittherapie

Multimodale KurzzeittherapieJeder Mensch ist einzigartig – deswegen ist für einen bestimmten Menschen nicht jede Therapiemethode geeignet. Sie muss sowohl zum Menschen als auch zu seinem Anliegen passen. Und nicht zuletzt auch zum Therapeuten, damit er bestmögliche Unterstützung anbieten kann. Häufig greifen verschiedene Therapieformen ineinander über – man spricht hier auch von multimodaler (Kurzzeit-)Therapie. 

Der Begriff multimodale Kurzzeittherapie wurde von dem amerikanischen Psychologen Arnold A. Lazaus geprägt.

»Gute Therapie ist präzise. In einer Therapiesitzung sollten keine unnötigen psychologischen Tests, keine langwierigen oder überflüssigen Methoden, keine entbehrlichen Techniken, kein ausgedehntes Schweigen und so wenig Hinhaltephrasen wie möglich vorkommen. Voraussetzung dafür ist nicht, dass der Therapeut oder die Therapeutin über wichtige Details einfach hinweggeht oder um der Schnelligkeit willen die Sorgfalt außer acht lässt, sondern dass jede Intervention sitzt.«  
(Prof. Arnold Lazarus)


Lazarus regte einen kreativen, dabei auch pragmatischen Umgang mit den vielen Möglichkeiten von geprüften und wirksamen Techniken an. Diese stehen jedem Therapeuten zur Verfügung, der sich nicht allein an eine bestimmte Schulrichtung binden möchte.

»Multimodale Kurzpsychotherapie ist Verhaltenstherapie in einer ihrer fortgeschrittensten Formen. Sie ist effizient, wirksam, lehrbar und validierbar und deckt ein breites Spektrum ab, ohne zu einem unflexiblen System zu erstarren.«  
(Cyril M. Franks)


Multimodal bedeutet den Einsatz und die Verknüpfung unterschiedlicher Therapiemethoden – es kommen z. B. therapeutische Interventionstechniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der Rational-Emotive-Therapie (RET) nach Ellis, dem NLP, der Hypnosetherapie, Gesprächstherapie nach Rogers, Selbstkontroll- und Selbstmanagementtherapie sowie Entspannungstherapie zum Einsatz.

Ein  paar der Therapiemethoden stelle ich Ihnen kurz vor:

Kognitive Verhaltenstherapie und die Rational-Emotive Therapie nach Ellis
Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine der bekanntesten und am besten untersuchten Formen der Psychotherapie. Sie beruht auf der Grundannahme, dass unser Leben und unser Verhalten geprägt sind durch erlernte Vorgänge und Denkmuster aus der Vergangenheit. Dazu gehören Einstellungen, Gedanken, Überzeugungen und Werte. Diese liegen dem Handeln eines Menschen zugrunde.
Wenn davon ausgegangen werden kann, dass Verhalten grundsätzlich erlernt ist – setzt die kognitive Verhaltenstherapie darauf, dass ein Verhalten auch wieder „verlernt“ oder „umgelernt“ werden kann. Und dass die zugrundeliegenden Denkmuster von dysfunktionalen/ schädlichen Gedanken in funktionale/ hilfreiche Gedanken umgewandelt werden können.
Die gemeinsame Arbeit zwischen Therapeut und Klient besteht darin, die für das Thema zugrundeliegenden Gedanken zu erkennen und Wahlmöglichkeiten zu erarbeiten - und so die Handlungsfähigkeit des Klienten zu erweitern. Was der Klient dann bereit ist zu ändern, ist seine Entscheidung.
Ziel in der kognitiven Verhaltenstherapie besteht darin, die Selbsthilfekompetenz des Klienten zu stärken, also seine Selbststeuerung und Eigenkontrolle.

Sowohl die kognitive Verhaltenstherapie als auch die Rational-Emotive-Therapie beziehen in der Therapie die Veränderung kognitiver bzw. gedanklicher Muster sowie die Bearbeitung der zugrundeliegenden Gefühle mit ein.

Wichtige Techniken sind kognitive Verfahren wie das ABC-Modell nach Ellis, die Makroanalyse zur eventuell möglichen Entstehung des Problems und deren aufrechterhaltende Faktoren, das Teufelskreismodell, Psychoedukation (also Erklärungsmodelle für das Problem), Selbstbeobachtung (z. B. Stimmungstagebuch, Aktivitätenaufbau und –protokoll, Selbstkontroll- und Selbstmanagement, Erarbeiten einer Rückfallprophylaxe und viele andere.

 „Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen. Sondern die Ansichten, die wir von den Dingen haben.“
(Epiktet, griech. Philosoph, ca. 50-138 n.Chr.)


NLP – Neurolinguistisches Programmieren
NLP ist eine Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in Kalifornien entstandene Richtung. In ihr wurden gesprächs-, verhaltens-, hypno- und körperorientierte Ansätze einbezogen und zusammengeführt. Ebenso wie bei anderen psychologischen Therapierichtungen wird davon ausgegangen, dass das menschliche Verhalten durch innere Prozesse ausgelöst wird.

Eines der zentralen Elemente des NLP ist u.a. einen „Rapport“ herzustellen, also einen Draht zueinander, ein gegenseitiges Verständnis. Es geht dabei um einen bewussten, auch emotionalen Kontakt. Eine der wichtigsten Vorannahmen im NLP ist, dass alle Menschen die Ressource haben, um Veränderungen vorzunehmen und jedes Verhalten durch eine positive Absicht motiviert ist.

So ist im NLP die Identifikation von Glaubenssätzen und die Sicherung von Ressourcen ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit. Bewährte Techniken aus dem NLP, die in der Kurzzeittherapie eingesetzt werden, sind das Sammeln und Verankern von Ressourcen und die Arbeit mit einer sogenannten Timeline = Zeitlinie. Die Timeline wird unter anderem gern zur Verbindung zwischen erlebten Ressourcen bzw. positiven Erlebnissen und Zielen genutzt.


Hypnosetherapie
Der Begriff Hypnose wird von dem griechischen Wort „Hypnos“ (der Schlaf) abgeleitet. Das führt zu der oft irrigen Annahme, dass ein Mensch in Hypnose schläft, vielleicht sogar manipuliert werden kann. Tatsächlich jedoch handelt es sich um einen Zustand, der sich sowohl vom Schlaf- als auch vom Wachzustand unterscheidet. Es handelt sich vielmehr um eine Form von fokussierter konzentrierter Aufmerksamkeit, vergleichbar mit einem Trancezustand.

Jeder kennt aus dem täglichen Leben solche Trancezustände: Tagträume, der sogenannte „Tunnelblick“ beim Auto fahren, der Dämmerzustand kurz vor dem Einschlafen oder auch die Selbstvergessenheit beim Joggen, Spielen, Tanzen und anderen Gelegenheiten. Auch Phantasiereisen sind eine Form von Hypnose. Durch Hypnose können Ressourcen aus dem Unterbewussten hervorgeholt werden. So wird die Hypnose in vielen Bereichen als Ergänzung zu medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungsformen eingesetzt.

Oder nach Milton Erikson:
„Entgegen der falschen Vorstellungen bleibt die hypnotisierte Person derselbe Mensch… Die Trance verändert weder die Person noch ihren bisherigen Erfahrungsschatz. Sie dient dazu, den Menschen mehr über sich selbst zu lehren und es ihm zu ermöglichen, sich angemessen zu verwirklichen. Nicht, was der Therapeut sagt, sondern was der Patient aus dem Gesagten macht, ist die Essenz der Suggestion.“

Gesprächstherapie nach Rogers
Bei der Gesprächstherapie nach Rogers handelt es sich um einen klientenzentrierten bzw. personenzentrierten Ansatz mit seiner Orientierung an der Person. Der US-Amerikaner Carl Rogers gilt als Begründer dieser Therapieform.

Sie  beruht auf einem humanistischen, positiv bejahenden Menschenbild: Der Mensch wird als ursprünglich gutes, soziales und mit sich selbst im Einklang stehendes Wesen betrachtet, welches die Fähigkeit besitzt, sich selbst, seine Ängste und Konflikte zu verstehen und zu bewältigen. Der Mensch trägt alles zur Heilung Notwendige in sich und ist selbst am besten in der Lage, seine persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Probleme zu erarbeiten. Voraussetzung hierfür ist, dass er sich so zeigen kann, wie er in Wahrheit ist.

Kernpunkte der Gesprächstherapie: Der Gesprächstherapeut tritt empathisch und authentisch auf und nimmt den Betroffenen mit seinem Gefühlsleben ernst, ohne ihn zu bewerten. Der Kern der Gesprächstherapie beruht auf der gegenseitigen Akzeptanz und der Wertschätzung des Klienten. Ein Mensch, der sich nicht beurteilt fühlt und sich keine Gedanken über eine mögliche Wertung machen muss, ist eher bereit über sich und seine möglichen Fehler zu sprechen. Somit ist die Basis zur Veränderung geschaffen.

Für mich persönlich ist die klientenzentrierte Gesprächstherapie die Grundlage jeder Therapie, da sie auf Akzeptanz, Empathie und Echtheit beruht - und damit eine Grundhaltung meines eigenen Verständnisses der therapeutischen Einstellung ist.

Entspannungstherapie
"Entspannungsverfahren sind übende Verfahren zur Verringerung körperlicher und geistiger Anspannung oder Erregung. Körperliche Entspannung und das Erleben von Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden sind eng miteinander verbunden."    
 Quelle: Wikipedia

Entspannungsverfahren werden nicht nur für Wellness und Wohlbefinden sondern auch in der Psychotherapie und zur Psychohygiene eingesetzt. Sie haben sich als zusätzlicher Therapiebaustein bewährt, verbessern die Selbstkontrolle, die Selbstwirksamkeit und können den Therapieerfolg beschleunigen oder festigen.

Ziel von Entspannungsverfahren ist, den eigenen Körper zu spüren, eine Anspannung oder Unwohlsein frühzeitig zu bemerken um dann gezielt dagegen steuern und in eine Entspannung gehen zu können. Die bekanntesten Entspannungsverfahren sind die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, das Autogene Training nach Schulz sowie Atemtechniken.  Auch Klangmethoden sind inzwischen gut erprobt und werden auch von Kliniken eingesetzt.


Ein Wort zum Schluss
Die multimodale Kurzzeittherapie ist ein flexibles Behandlungskonzept, das auf den einzelnen Betroffenen zugeschnitten werden kann. Für jede Lebensbereiche und Anliegen können passende Therapien erarbeitet und durchgeführt werden. 
Üblicherweise ist die Kurzzeittherapie auf wenige Sitzungen - in der Regel ca. 6 bis 12 Sitzungen - begrenzt und soll dazu dienen, eine aktuelle Krisensituation zu bearbeiten. Das können schwierige Situationen am Arbeitsplatz, Veränderungen, Umgang mit Stress, Ängste und Phobien, Erschöpfung oder Überforderung, Lebenskrisen und vieles mehr sein. Die Dauer der Therapie richtet sich immer nach KlientIn und deren Anliegen.



Monika Neuwinger, Heilpraktikerin (Psychotherapie)

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