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Kann medizinisches Cannabis bei einem Fibromyalgie-Syndrom helfen?

Schmerzbereiche Fibromyalgie-Syndrom

Es kneift, zwickt, kribbelt und pulsiert – die Schmerzen bei einem Fibromyalgie-Syndrom können sich auf vielseitige Art und Weise zeigen. Gemein haben sie, dass sie oft plötzlich auftauchen und längere Zeit anhalten.

Für Betroffene bedeutet das einen schweren Einschnitt in den Alltag und damit eine verschlechterte Lebensqualität. Eine Möglichkeit, die Dauerschmerzen und die damit einhergehenden Beschwerden etwas zu dämpfen, besteht in der Einnahme von medizinischem Cannabis. Doch ist THC bei Fibromyalgie tatsächlich eine Lösung?

Wie wirkt medizinisches Cannabis bei Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist in Deutschland längst keine unbekannte Erkrankung mehr. Laut Schätzungen sind rund sechs Prozent der Erwachsenen von dem diffusen Dauerschmerz betroffen. Zwar tritt das Syndrom bei Frauen tendenziell häufiger auf. Allerdings zeigen Untersuchungen aus dem Jahr 2022, dass in der Bundesrepublik mehr Männer an Fibromyalgie erkrankt sind als Ärzte zunächst vermutet haben.

Ob bei Männern oder Frauen – das Fibromyalgie-Syndrom geht nicht nur mit dauerhaften Schmerzen einher. Auch eine anhaltende Erschöpfung sowie Schlafprobleme können im Zuge der Erkrankung auftreten.

Da herkömmliche Therapien bei Fibromyalgie recht schnell an ihre Grenzen stoßen, suchen Betroffene nach alternativen Lösungen. Dazu kann Cannabis auf Rezept gehören.

Denn der darin enthaltene Wirkstoff THC – Tetrahydrocannabinol – beeinflusst das Endocannabinoid-System des Körpers. Dieses wiederum nimmt nicht nur auf die Schmerzregulation Einfluss. Er kann sich ebenfalls auf den Schlaf und die Stimmung auswirken.

So belegen Studien, dass die Einnahme von medizinischem Cannabis die Schmerzintensität und damit das Schmerzempfinden bei Fibromyalgie-Patienten deutlich absenken kann.

 

THC bei Fibromyalgie: Wie die Einnahme die Lebensqualität verbessern kann

Die Dauerschmerzen bei einem Fibromyalgie-Syndrom stellen für Betroffene eine ständige Herausforderung dar. Nicht nur, weil sie stets in Art und Intensität variieren können. Meist als unangenehmer empfunden wird der Umstand, dass sich die Schmerzen im gesamten Körper ausbreiten können.

Medizinisches Cannabis kann insbesondere bei den Schmerzattacken Abhilfe schaffen, da es sowohl entspannend als auch schmerzlindernd wirkt. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass es die durch die Fibromyalgie verursachten Muskelverspannungen löst sowie die Nervenschmerzen eindämmt. Beides kann sich positiv auf die Stimmung sowie die Schlafqualität Betroffener auswirken.

 

Kann medizinisches Cannabis bei depressiven Verstimmungen helfen?

Menschen, die an einem Fibromyalgie-Syndrom leiden, stoßen in ihrem Umfeld oft auf Unverständnis. Ein möglicher Grund: Die Erkrankung ist von außen nicht sichtbar und auch klinisch nur schwer nachzuweisen. Meist wird sie nur diagnostiziert, wenn die behandelnden Ärzte andere Schmerzursachen ausschließen können.

Für Betroffene bedeutet das oft einen langen Leidensweg. Dieser und der anhaltende Schmerz wirken sich negativ auf die Stimmung aus. Gleiches gilt für das Ohnmachtsgefühl, das häufig mit einem Fibromyalgie-Syndrom einhergeht.

Nicht selten entwickeln Fibromyalgie-Patienten daher eine depressive Verstimmung. THC kann zu deren Behandlung beitragen. Denn ebenso wie CBD wirkt der Wirkstoff stimmungsstabilisierend. Zusätzlich kann er nach der Einnahme für mehr innere Ruhe sorgen. Auch dieser Umstand kann Stimmungsschwankungen entgegenwirken.

 

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von THC auftreten?

Soll medizinisches Cannabis bei der Behandlung von Fibromyalgie eingesetzt werden, empfiehlt es sich, die Einnahme mit den individuellen Bedürfnissen der Patienten in Einklang zu bringen. So sollten sie sowohl die Konsumform als auch die Dosierung schrittweise anpassen. Vorzugsweise nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

Diese langsame Anpassung ist entscheidend für die Verträglichkeit der Therapie. Schließlich kann medizinisches Cannabis mit Nebenwirkungen einhergehen.

Mögliche unerwünschte Effekte sind Mundtrockenheit, Schwindel und Müdigkeit. Auch eine gelegentliche Übelkeit kann insbesondere zu Beginn der Einnahme auftreten.

Eine langsame Erhöhung der Dosierung kann essentiell dazu beitragen, diese Nebenwirkungen sowohl in der Häufigkeit als auch in der Intensität zu minimieren.

 

Paulina W., 
Text und Foto mit KI Unterstützung erstellt
VÖ 30.01.2026 [12]