Individualpsychologie
Die Individualpsychologie sieht den Menschen als unteilbares Ganzes, das immer im sozialen Miteinander steht. Verhalten wird nicht primär durch Vergangenes erklärt, sondern durch Finalität, also Ziele und Zwecke, entsprechend dem individuellen Lebensstil, um persönliche Ziele zu erreichen und Minderwertigkeitsgefühle konstruktiv zu überwinden.
Geschichte und Verbreitung
Die Individualpsychologie wurde 1907 von dem österreichischen Arzt Alfred Adler begründet und ist eine der drei klassischen tiefenpsychologischen Schulen neben Siegmund Freud und C.G. Jung. Die Methode wird national sowie international angewendet.
Theoretisches Modell
Die Individualpsychologie nach Alfred Adler versteht den Menschen als ganzheitliches, soziales und zielgerichtetes Wesen, dessen Verhalten Ausdruck seines Lebensstils ist, geprägt von frühen Erfahrungen, Minderwertigkeitsgefühlen und dem Streben nach Zugehörigkeit.
Befunderhebung und Anwendung
In der Befunderhebung werden individualpsychologische Gespräche geführt, um Lebensstil, Ziele und Beziehungsmuster zu verstehen. In der Anwendung werden unbewusste Lebensziele, Beziehungsmuster und persönliche Überzeugungen sichtbar gemacht und gemeinsam neu ausgerichtet.
Hinweis: Diese Beschreibung ist rein redaktionell und nicht zur werblichen Nutzung auf therapeutischen Webseiten bestimmt.
Grenzen der Methode: Die Methode ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik oder ärztliche Behandlung.
Rechtshinweis: Die Anwendung unterliegt qualifikations-, indikations- und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die wissenschaftliche Bewertung der Wirksamkeit ist indikationsabhängig und nicht einheitlich.
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