Familienstellen
Beim Familienstellen übernehmen Stellvertreter symbolisch die Rollen wichtiger Bezugspersonen, werden im Raum positioniert und machen so unbewusste Beziehungsdynamiken, Konflikte oder Belastungen sichtbar, um Verstrickungen zu erkennen und entlastende Sichtweisen zu entwickeln.
Geschichte und Verbreitung
Das Familienstellen entwickelte sich aus dem Psychodrama von Jacob Levy Moreno (1930er). In den 1960ern folgten Familienskulpturen von Virginia Satir. Ab den 1970ern formte Bert Hellinger daraus das Familienstellen und wird national sowie international angewendet.
Theoretisches Modell
Familienstellen basiert auf der Idee, dass Menschen in Beziehungssystemen stehen, die durch Wechselwirkungen, Bindungen und unausgesprochene Dynamiken geprägt sind.
Befunderhebung und Anwendung
Für die Befunderhebung werden methodenspezifische Gespräche geführt. In der Anwendung werden bei Gruppen- oder Einzelsitzungen Personen stellvertretend für Mitglieder eines Systems im Raum positioniert. Dabei finden beratende Gespräche statt.
Hinweis
Diese Beschreibung ist rein redaktionell und nicht zur werblichen Nutzung auf therapeutischen Webseiten bestimmt.
Grenzen der Methode
Die Methode ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik oder ärztliche Behandlung.
Rechtshinweis
Die Anwendung unterliegt qualifikations-, indikations- und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die wissenschaftliche Bewertung der Wirksamkeit ist indikationsabhängig und nicht einheitlich.
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