Aderlass
Kurzbeschreibung
Aderlass ist eine traditionelle Therapiemethode, bei der Blut therapeutisch aus einer Vene entnommen wird. Ziel ist es, den Blutfluss zu regulieren und Prozesse im Körper zu entlasten oder anzuregen.
Geschichte und Verbreitung
Die Methode hat eine lange Tradition, beginnend in der Antike und mit breiter Anwendung bis ins 17. Jahrhundert. In verschiedenen Gesundheitskonzepten wird der Aderlass bis heute in ausgewählten Fällen eingesetzt.
Theoretisches Modell
Der Aderlass ist eine Umstimmungsmethode. Das bedeutet, dass der Körper zur Selbstregulation angeregt wird, in dem schädliche Stoffe ausgeleitet werden. Jene entstehen durch beispielsweise Entzündungen sowie eiweißreiche Kost und können dazu führen, dass der Körper übersäuert und erkrankt. Diese Umstimmungsmethode ist nicht im Sinne einer modernen, wissenschaftlichen medizinischen Vorgehensweise zu verstehen, sondern bildet eine eigenständige traditionelle Therapiemethode ab.
Befunderhebung und Anwendung
Die Indikation erfolgt teils auf Grundlage traditioneller Diagnostik (z. B. Konstitution, Puls, Zunge), teils in Kombination mit moderner Befunderhebung.
Hinweis: Diese Beschreibung ist rein redaktionell und nicht zur werblichen Nutzung auf therapeutischen Webseiten bestimmt.
Grenzen der Methode
Zu den möglichen Risiken zählen Kreislaufreaktionen, Schwindel, Ohnmacht, Schwäche oder lokale Reizungen. Kontraindikationen bestehen u. a. bei Blutarmut, Anfallerkrankungen, Gerinnungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit. Eine Blutarmut wird vorher ausgeschlossen und der Einsatz sollte fachkundig geprüft werden. Die Methode ist nicht zur Behandlung akuter oder schwerer Erkrankungen geeignet.
Rechtshinweis
Der Aderlass wird vorrangig auf Grundlage praktischer Erfahrung, traditioneller Heilkunde und individueller Einschätzung angewendet. Eine allgemeingültige wissenschaftliche Bewertung der Wirksamkeit liegt derzeit nicht vor.
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