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Suizid - vielfältige Ursachen

Gefahr wächst mit steigendem Alter

Im Schnitt nehmen sich in Deutschland jedes Jahr rund 10 500 Menschen das Leben; die meisten von ihnen im fortgeschritteneren Alter: Ab etwa 70 Jahren steigt die Zahl der Suizidenten rapide an. Generell sind Selbsttötungen bei Männern dreimal so häufig als bei Frauen. Bei den Suizidandrohungen und -versuchen sieht es genau andersherum aus.

Die Gründe, die einen Menschen in die Selbsttötung treiben, sind unterschiedlich. Die immer wieder zu lesende Behauptung, in rund 90 Prozent der Fälle sei eine diagnostizierbare psychische Erkrankung Ursache des Suizids, scheint aber zumindest fragwürdig: Die meisten entsprechenden Diagnosen wurden erst nach dem Tod des Betreffenden gestellt. Auch lässt sich im Nachhinein kaum sicher einschätzen, ob eine vorhandene psychische Beeinträchtigung tatsächlich ursächlich für die Selbsttötung war. Vielfach hat sich diese Beeinträchtigung nämlich als Folge einer Ausnahmesituation – etwa nach dem Verlust des Arbeitsplatzes, einer Trennung oder dem Tod eines nahestehenden Menschen – entwickelt und dann die Verzweiflung des Betroffenen bis zur Unerträglichkeit weiter gesteigert. Nicht genügend erforscht sind auch genetische und neurophysiologische Zusammenhänge im Gehirn oder die Folgen unverarbeiteter Traumata – Faktoren, die in jedem Fall dazu beitragen, dass ein depressiv veranlagter Mensch auch tatsächlich depressiv wird. Die Selbsttötung allgemein auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, greift aber sicherlich zu kurz.

Verschiedene Theorien widmen sich der Frage, warum die Zahl der Suizide bei Männern erheblich höher liegt als bei Frauen. Eine wichtige und bislang womöglich unterschätzte Rolle dürften auch hier neurologische Voraussetzungen im (männlichen) Hirn spielen; hinzu kommen aber sicher auch Faktoren wie das „harte“ Selbstbild gerade in Bezug auf gesellschaftliche Normen.

Die stark steigenden Fallzahlen im Alter haben verschiedene, sich zum Teil gegenseitig verstärkende Ursachen: zunehmende Vereinsamung beziehungsweise Verlust nahestehender Menschen und das Gefühl, technisch und sozial den Anschluss zu verlieren und nicht mehr „dazu zu gehören“. Beide  Geschlechter neigen im Alter verstärkt zu Medikamenten- oder Alkoholmissbrauch. Chronische Erkrankungen, dauerhafte Schmerzen und eine häufig empfundene Sinnleere erschweren die Situation.

Wichtiger als die Frage nach dem Warum ist aber die Frage, was das Umfeld – Freunde und Familie – tun kann, um einen sich anbahnenden Suizid zu verhindern. Es ist kein Klischee, dass ein Suizid oftmals angekündigt wird. Wenn das passiert, ist die finale Entscheidung meist noch nicht getroffen. Das „drüber reden wollen“ ist einerseits ein Versuch, den Gedanken für sich selbst abzuklären und eine Entscheidung herbeizuführen. Vor allem aber steckt  – zumindest unbewusst – der Wunsch nach einem anderen, lebensbejahenden Ausweg dahinter: Von Kurzschlussreaktionen abgesehen, dauert es in aller Regel Monate, ehe der Gedanke an einen Suizid auch wirklich in die Tat umgesetzt wird. Das erklärt zum Teil auch, warum tödliche Erkrankungen mit schnellem Verlauf längst nicht so häufig zu Selbsttötungen führen, wie mancher glauben würde.

Menschen, bei denen der Gedanke an eine Selbsttötung anfängt, einen gewissen Reiz zu entwickeln, sollten das Gespräch mit Fachleuten zu suchen: Ein Gespräch mit Freunden oder Angehörigen ist – wenn es überhaupt geführt wird – meist weniger hilfreich, da Freunde naturgemäß versuchen, mit praktischen Tipps und Einschätzungen zu helfen. Solche Gespräche können aber nur selten Impulse oder Ansätze bieten, die dem Betroffenen in seiner Situation tatsächlich weiterhelfen. Denn  suizidgefährdete Menschen haben ihre (subjektive beurteilte) Lage in aller Regel schon zigmal durchdacht und vermeintlich alle „Fakten“ geklärt.

Dabei geht es in den meisten Fällen aber auch gar nicht darum, dem potenziellen Suizidenten seine Situation argumentativ „aufzuhübschen“, ihm Hoffnung zu vermitteln oder anderweitig zu überzeugen. Entscheidend ist letztlich, ob es gelingt, dem verzweifelten Menschen einen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Psychologische Psychotherapeuten und Heilpraktiker für Psychotherapie verfügen über das dazu notwendige Wissen.

Psychopharmaka können in akuten Notsituationen eine Art Rettungsinsel sein, sind aber – außer bei klar diagnostizierten Fällen mit krankhaften oder schädigenden Veränderungen beispielsweise des Hirnstoffwechselns – keine Dauerlösung. Außerdem gibt es statistische Hinweise darauf, dass Menschen, die einen Suizid bereits einmal als ernsthafte Alternative akzeptiert haben, auf lange Sicht anfällig für eine Selbsttötung bleiben, auch wenn die „Ursprungskrise“ überwunden ist.  Eine Therapie kann dabei helfen, gefährliche Muster in der eigenen Psyche zu erkennen und seelisch stabiler zu werden.

Angesichts monatelanger Wartezeiten auf einen Termin beim niedergelassenen Psychotherapeuten ist der Gang zum Heilpraktiker für Psychotherapie das Mittel der Wahl. Dort gibt es in der Regel keine oder nur kurze Wartezeiten. Außerdem sind Heilpraktiker für Psychotherapie – anders als ihre kassenärztlich zugelassenen Kollegen - nicht auf die sogenannten Richtlinienverfahren beschränkt, sondern verfügen über ein breites Spektrum von Methoden, die sowohl anerkannte Verfahren – etwa die Verhaltenstherapie – als auch zwar bewährte, aber eben von den Kassen noch nicht akzeptierte Methoden umfassen. Gerade die Möglichkeit einer individuell passgenau zugeschnittenen Methodenwahl führt häufig zu ungeahnt schnellen und vor allem nachhaltigen Erfolgen.

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