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Hochbegabung bei Kindern - Mythen, Vorurteile und Klischees…?

Hochbegabte Kinder sind kleine Genies, schreiben nur gute Noten und sind in allem herausragend, was sie tun? Wissen alles besser, haben überehrgeizige Eltern und steuern durch ihre besonderen Begabungen eine Bilderbuchkarriere an? Dies sind Bilder, die in den Medien leider nach wie vor häufig präsentiert werden und noch in vielen Köpfen vorhanden sind, die aber wenig mit der Wirklichkeit zu tun haben. Sicher, es gibt sie: Kinder mit einem außergewöhnlich hohen IQ und herausragenden Fähigkeiten – kleine Wunderkinder, die die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen.

Aber die Mehrheit der hochbegabten Kinder zeichnet sich durch ganz andere Merkmale aus. Daher ist es wichtig, dass dem Thema Hochbegabung im Kindes- und Jugendalter mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, um mit genau solchen Mythen aufzuräumen und es Eltern, die die Vermutung haben, dass ihr Kind hochbegabt sein könnte, leichter zu machen, sich Unterstützung zu suchen und Informationen zu erhalten.

Wird bei einem Kind eine Hochbegabung vermutet oder diagnostiziert, stehen Eltern oft vor vielfältigen neuen Herausforderungen. Zum einen kann der Gedanke, dass ihr Kind außergewöhnlich intelligent ist, bei den Eltern Unbehagen oder Anspannung auslösen und zu widersprüchlichen Gefühlen führen, die zwischen Stolz über eine rasche Auffassungsgabe des Kindes und Sorge über die neue Erziehungsverantwortung, in der sich die Begabung des Kindes voll entfalten können soll, schwanken. Zum anderen kann Verunsicherung hinzukommen, da sie möglicherweise noch nie etwas mit dem Thema Hochbegabung zu tun hatten und die Vorstellung haben, dass ein hochbegabtes Kind grundsätzlich ein Genie oder ein Wunderkind ist, das anderen in allen Bereichen kognitiv überlegen ist. Ferner stehen sie in ihrem Erziehungsalltag mitunter Situationen oder Problemen gegenüber, für die es in den gängigen Erziehungsratgebern keine Lösung gibt und bei denen bewährte Erziehungskonzepte nicht greifen. Dies kann zu Rat- und Hilflosigkeit führen, was das elterliche Kompetenzerleben in hohem Maße beeinträchtigen kann.

Genau an diesem Punkt setzt die begabungspsychologische Beratung an. Im Rahmen einer begabungspsychologischen Elternberatung wird Informations- und Wissensvermittlung mit lösungs- und ressourcenorientierten Beratungsansätzen verbunden, mit dem Ziel, mögliche Überforderungen und Unsicherheiten im erzieherischen Handeln abzubauen und Informationen und Impulse für die Bewältigung von persönlichen Hürden im Kontext der Hochbegabung zu erhalten. Dies trägt dazu bei, dass Eltern bestimmte Verhaltensweisen und Reaktionen ihrer Kinder besser verstehen, Konfliktursachen erkennen und damit eigene Lösungen und Wege im Umgang mit dem Thema Hochbegabung finden können.

Ferner kann es vorkommen, dass sich Elternteile im Rahmen der Intelligenzdiagnostik ihres Kindes und zunehmendem Wissen um die besonderen Merkmale von Hochbegabung selbst als hochbegabt identifizieren. Dies kann einen inneren Identitätskonflikt und Zweifel auslösen, so dass es hilfreich sein kann, sich bei diesem Reflexionsprozess begabungspsychologisch begleiten zu lassen, um die eigene Identität neu zu formulieren, Unsicherheiten und Zweifel abzubauen und Authentizität zu erreichen. Dies ist vor allem deshalb von großer Bedeutung, da authentisches Verhalten und Sicherheit im erzieherischen Handeln gerade bei hochbegabten Kindern eine wichtige Rolle spielen, haben doch elterliches Erziehungsverhalten, die innere Haltung dem Kind gegenüber sowie die Art und Weise der Interaktion und Kommunikation einen großen Einfluss auf die psychosoziale Entwicklung des Kindes. Daher ist es für Eltern besonders wichtig, eine Balance zu finden zwischen der eigenen Identitätsfindung, den Anforderungen des Berufs, der Beziehung zum Partner und den Bedürfnissen des Kindes, so dass eine professionelle und individuelle Beratung eine große Unterstützung darstellen kann.

Herzliche Grüße

Melanie Mewes

 Therapeutenprofil anzeigen

Begabungspsychologische Beraterin (BPB) – Beraterin für Hochsensibilität bei Kindern und Jugendlichen (IFLW) – Bachelor-Psychologin für Angewandte Psychologie, B.Sc.

Tel.: 0511/ 79 09 65 43
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Quellen:

Arnold, D.; Großgasteiger, I. (2014). Ressourcenorientierte Hochbegabtenberatung. Weinheim: Beltz-Verlag.

Institut für Forschung und Ausbildung in Kommunikationstherapie e.V. (2010). Evaluationsbericht zum Elternkurs Kess-erziehen. https://www.kess-erziehen.de/media/bericht-kess-evaluation_100923.pdf

Webb, J. (2012). Hochbegabte Kinder. Das große Handbuch für Eltern. Bern: Verlag Hans Huber.

Webb, J. (2012). Hochbegabte Kinder. Das große Handbuch für Eltern. Bern: Verlag Hans Huber.

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