Selbstorganisation
Selbstorganisation beschreibt die Fähigkeit, innere Prozesse eigenständig zu regulieren und zu verändern, ohne direktive Vorgaben durch eine Therapeutin. Es ist ein grundlegendes Wirkprinzip, kein eigenständiges Therapieverfahren.
Geschichte und Verbreitung
Die Selbstorganisation basiert auf der Grundlage der Autopoiesis, die ab 1973 von den chilenischen Biologen Humberto Maturana und Francisco Varela entwickelt wurde. Autopoiesis beschreibt die Selbst‑Herstellung lebender Systeme. Selbstorganisation ist dabei kein eigenes Verfahren, sondern ein grundlegendes Wirkprinzip, welches national sowie international angewendet wird.
Theoretisches Modell
Selbstorganisation bedeutet, dass ein Mensch innere Prozesse selbst ordnen kann, indem innere Anteile zusammenwirken und neue Lösungen gebildet werden.
Befunderhebung und Anwendung
In der Befunderhebung wird beobachtet, wie ein Mensch seine inneren Prozesse organisiert. In der Anwendung werden methodenspezifische Gespräche geführt und kleine Übungen durchgeführt, damit Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen miteinander in Kontakt kommen und aus diesem Zusammenwirken neue, hilfreiche Lösungen entstehen können.
Hinweis
Diese Beschreibung ist rein redaktionell und nicht zur werblichen Nutzung auf therapeutischen Webseiten bestimmt.
Grenzen der Methode
Die Methode ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik oder ärztliche Behandlung.
Rechtshinweis
Die Anwendung unterliegt qualifikations-, indikations- und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die wissenschaftliche Bewertung der Wirksamkeit ist indikationsabhängig und nicht einheitlich.
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