Bonding Psychotherapie
Die Bonding‑Psychotherapie ist ein körper‑ und bindungsorientiertes Verfahren, das sichere emotionale Nähe, Fürsorge und authentischen Gefühlsausdruck fördert. Sie nutzt das menschliche Grundbedürfnis nach Verbundenheit, um alten Entbehrungsschmerz, Vereinsamung sowie Selbstentfremdung zu lösen und neue Bindungssicherheit zu ermöglichen.
Geschichte und Verbreitung: Die Bonding-Psychotherapie wurde in den 1960ern von dem amerikanischen Psychiater Dr. Daniel Harold Casriel entwickelt und gelangte in den 1970ern durch den deutschen Psychiater Dr. Walter Lechler nach Deutschland und wurde von dem deutschen Psychiater Dr. Konrad Stauss weiterentwickelt und systematisiert. Die Methode wird im deutschsprachigen Raum und in den USA angewendet.
Theoretisches Modell: Die Bonding-Psychotherapie basiert auf der Annahme, dass Menschen emotionale und beziehungsbezogene Fähigkeiten durch Gefühlsarbeit, Nähe, Körperkontakt und korrigierende Bindungserfahrungen nachlernen können.
Befunderhebung und Anwendung: Die Befunderhebung erfolgt methodenspezifisch durch Gespräche. In der Anwendung werden begleitete Nähe-Übungen in Einzel- oder Partnerarbeit innerhalb einer Gruppe, durchgeführt.
Hinweis: Diese Beschreibung ist rein redaktionell und nicht zur werblichen Nutzung auf therapeutischen Webseiten bestimmt.
Grenzen der Methode: Die Methode ist nicht für alle Beschwerden geeignet und ersetzt keine notwendige schulmedizinische Diagnostik oder Therapie.
Rechtshinweis: Die Anwendung unterliegt qualifikations-, indikations- und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die wissenschaftliche Bewertung der Wirksamkeit ist indikationsabhängig und nicht einheitlich.
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