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Aufschieberitis

Da sitzt es wieder, dass kleine dicke graue Etwas mit den winzigen stechenden Augen, den spitzen Ohren, dem richtig frechen Grinsen und reibt sich mal wieder die Hände. Ist es ihm doch tatsächlich schon wieder gelungen, mich erfolgreich von meinen Vorhaben abzuhalten.

Statt die Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, zu machen, habe ich mein ach so spannendes Buch weitergelesen und bin in eine Welt aus Fantasie und Mystik abgetaucht und habe ich gar nicht gemerkt, wie die Zeit verging. Dabei wollte ich doch die Wohnung mal wieder gründlich sauber machen.

Nicht schlimm?
Nein. Sicher, du hast recht. Grundsätzlich ist das nichts Schlimmes. Aber – das Beispiel ist exemplarisch. Es gibt viele – zu viele. Vielleicht kennst du das auch? Und vielleicht verstehst du jetzt, wieso es doch ein Thema ist.

 

Bitte nicht falsch verstehen: Ich meine nicht die Kleinigkeiten, die Dinge, die nicht unbedingt wichtig sind, das was keine große Priorität hat. Ich meine ganz gezielt die Aufgaben, die wichtig sind, die unbedingt getan werden müssen, die dich weiter bringen, die, von denen Weiteres abhängt.

Wie oft verschieben wir Dinge, die wir „eigentlich“ machen wollen oder müssen?
Wie oft geben wir anderen Sachen den Vorrang?
Wie oft glauben wir, wir haben doch noch genügend Zeit dafür? Wissend, dass dem nicht so ist.
Wie oft tun wir Dinge nicht, weil wir gerade keine Lust dazu haben?
Nicht wissen, wie wir anfangen oder weitermachen sollen?

Alles Ausreden.

Es ist eine Blockade da, die es verhindert, dass wir ins Tun kommen. Oft erdrückt uns die Vorstellung, was da noch alles getan werden muss. Wie ein riesiger Berg sehen wir die Aufgaben vor uns liegen und alleine diese Vorstellung reicht aus, dass wir gar nicht erst beginnen. Auch nicht damit beginnen, uns Gedanken darüber zu machen, wie wir starten könnten, welche Dinge und Steps zuerst getan werden sollten, damit wir in Fluss kommen. Lieber nehmen wir dann den vermeintlich leichteren Weg, indem das Unbequeme, das Schwere oder der Berg an Aufgaben vor uns hergeschoben wird.

Was wäre denn eine andere Möglichkeit, Aufgaben umzusetzen?
Mindset-Arbeit.
Unser Denken an das Schwere, Große, den Berg an to-do's verhindern, dass wir ins Tun kommen. Und unsere Denken ist es ebenfalls, was uns ins Machen bringen kann.
Statt dir vorzustellen, wie schwer du dich mit den Dingen tust, stell dir vor, wie es sein wird, wenn du diese vor dir liegende Aufgabe geschafft hast.
Stell dir vor, wie es sich für dich anfühlt, am Ziel zu sein. Alles fertig zu haben.
Was denkst du dann? Über dich selbst, dein Tun?
Wie wirst du dich dann fühlen?
Wie wird es dir dann gehen?
Wie werden die anderen dich dann wahrnehmen?
Was glaubst du dann über dich?

Vermutlich wirst du froh sein, diese Arbeit erledigt zu haben. Du hast es abgeschlossen und das macht ein gutes Gefühl. Vielleicht bist du stolz und zufrieden mit dir selbst und fühlst dich großartig oder glücklich. Du bist selbstbewusst, weil du es durchgezogen hast, weil du fertig geworden bist, weil du dich nicht ablenken liest. Vielleicht zeigst du deine innere Freude durch ein Strahlen und Lächeln nach Außen. Deine Körperhaltung verändert sich, deine Mimik, deine Stimmung, deine Aktivitäten, dein Selbstbild. Spürst du es? Dann mach dieses Gefühl und dieses Denken noch größer. Fühl dich richtig hinein, wie es sein wird, wenn du genau diese schwierige Aufgabe fertig hast. Sieh dich in deiner Fantasie, wie du strahlst, glücklich bist, vielleicht einen Freudentanz tanzt, vielleicht dich ganz zufrieden zurücklehnst, vielleicht die Welt umarmen möchtest (oder einen lieben Menschen). Fühle auch die Freude in dir, die Leichtigkeit, Beschwingtheit, die Zuversicht. Und spüre genau wie sich dein Körper aufgerichtet hat, deine Mundwinkel nach oben gewandert sind, deine Tatkraft noch immer vorhanden ist und du selbst kaum zu bremsen bist. Spüre es genau, wie es dann sein wird, wenn du diese Aufgabe geschafft hast.

Und aus dieser wunderschönen, kraftvollen und positiven Stimmung heraus – nun geh an deine Aufgabe. Mach einen Plan, kalkuliere oder teile deine Steps ein. Beginne mit der ersten Aufgabe, mach den 1. Schritt. In diesem inneren Zustand der Freude, weißt du meist auch, wie du vorgehen wirst, weil du schon weißt (es ist innerlich abgespeichert), dass du die Aufgabe erledigen wirst.  Und dann bleib am Ball. Lass dich nicht von dem kleinen dicken Etwas mehr von deinem Weg ablenken. Zieh deine Steps durch. Gehe weiter und gehe voran. Sollte dann doch mal wieder das kleine dicke Etwas bei dir versuchen reinzuschauen, dann weißt du ja, wie du es vertreiben kannst.

Entfaltung ist Bewegung.
Tu es jetzt!

 


Kathrin Stavenhagen - Heilpraktikerin für Psychotherapie & Personal Coach

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